Mediationsausbildung BM®

Professionelle Mediation erfordert eine veränderte innere Haltung, eine persönliche Weiterentwicklung, um mit Konflikten konstruktiv umgehen zu können. Das Ausbildungsteam bietet die praxisbezogene Mediationsausbildung und Fortbildungen im Bereich Mediation an. Aus individuell unterschiedlichen Ansätzen der DozentInnen, dem großen Spektrum an Methoden und Orientierungsmöglichkeiten, können Sie das Passende für sich finden und nutzen lernen.

Gesamtumfang der Mediationsausbildung BM®
200 Stunden in 9 Modulen inkl. 20 Stunden Supervision innerhalb eines Jahres


• Intervision und Coaching - auch projektbezogen
• Praxisorientierung mit ganzheitlicher Methodenvielfalt
• Systemisch, integrative, transformative Mediation
• Mediation in Wirtschaft, Unternehmen, Familien und Organisationen
• Mediation in Zweierkonstellationen sowie Teams und Gruppen
• Einladung zur Persönlichkeitsentwicklung
• Unterstützung bei der ersten Falldokumentation
• Ihr Weg in die Praxis: Profilentwicklung als Mediatorin/Mediator
• Individuelles Abschlussgespräch
• Einführung in den Bundesverband Mediation (BM)

Mehr Informationen zur Ausbildung ab März 2023: »Kompetenz im Konflikt 2023 - 2024
Nächste Infoabende unter: »Termine

Die Ausbildung ist anerkannt vom Bundesverband Mediation und erfüllt die Anforderungen der vorläufigen Rechtsverordnung nach dem Mediationsgesetz.

Seminare

Sich abgrenzen und Nein sagen

Kennen Sie das: Die Worte oder das Verhalten einer Freundin oder eines Kollegen haben Ihnen die Sprache verschlagen. Sie schlucken Ihren Ärger hinunter, gehen dem Konflikt aus dem Weg - und hinterher ärgern Sie sich über Ihre Passivität. Aber damit stellen Sie eine Weiche für das zukünftige Miteinander. Wenn Sie Ihre Bedürfnisse und Grenzen klar artikulieren und den Erwartungen von außen selbstbestimmt begegnen, werden Ihre Mitmenschen Sie respektvoller behandeln. Das führt vielleicht kurzfristig zu Reibungen, aber ohne Reibung keine Wärme. Mit klarer Abgrenzung legen wir den Grundstein für ein konstruktives Miteinander in gegenseitiger Achtung.

Das Seminar bietet einen geschützten Rahmen, um das Ziehen klarer Grenzen zu üben und sich selbst besser spüren zu lernen. Wir werden uns einen soliden Bestand an Strategien aneignen und Körperhaltung, Blick, Stimme und Gestik bewusst zu Werkzeugen machen.

Ziele:
• die Dynamik von psychologischen "Spielen" verstehen
• den eigenen Regeln und Tabus auf die Schliche kommen
• das Handlungsrepertoire zum Behaupten des eigenen Raums erweitern

Kursleitung:
Sandra Maria Fanroth, Mediatorin, Trainerin und Coach für Konfliktmanagement
Johannes Philipp, Mediator BM

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Kommunikation und Bewegung: Körperhaltung - Lebenshaltung

Der Übungsweg des Taijiquan, einer inneren Kampfkunst, berührt Grundthemen im Umgang mit mir und anderen Menschen. Auf der körperlichen Ebene entwickelt sich eine wache und entspannte Aufmerksamkeit für mich selbst ebenso wie für die anderen.

Im Kontakt üben wir, flexibel zu reagieren, weich und durchlässig zu werden, und gleichzeitig das Gefühl für uns selbst nicht zu verlieren, bei uns selbst – im Gleichgewicht – in der Mitte zu bleiben. Unvermutete Lösungen sind möglich, wenn wir den „dritten Weg“ suchen, wenn wir weder ausweichen noch gegenhalten, sondern die Energie des Gegenübers aufnehmen und transformieren.

Dieses Seminar ist nicht nur für Taiji-Übende geeignet, sondern auch für Menschen ohne Taiji-Erfahrung. Sie lernen einfache Übungen kennen, die die Entwicklung einer fruchtbaren Streitkultur jenseits von Gewalt oder Flucht auf der Bewegungsebene unterstützen. Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach der Verbindung von Körperhaltung und Lebenshaltung, von innerer und äußerer Bewegung.

Kursleitung:
Claudia Friedel, Lehrerin für Taiji und Körperarbeit
Johannes Philipp, Mediator BM

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Playbacktheater: Die spielerische Leichtigkeit der Kommunikation

Playbacktheater ist eine besondere Form des Improvisationstheaters: Hier werden die Geschichten der Zuschauer gespielt und Rollen aus dem Gefühl heraus entwickelt. Eine spannende Art des Zurückspielens: Wir lernen, uns in unser Gegenüber hineinzuversetzen.

Zuhören, das Wesentliche begreifen, zusammenfassen, Untertöne wahrnehmen, Körpersprache sehen und verstehen, Eigenes erzählen – all diese Ebenen der Kommunikation sind wesentliche Übungsfelder des Playbacktheaters. Mit spielerischen Elementen zu hantieren und praktisch zu arbeiten, verändert unsere Haltung und unsere Fähigkeit, mit anderen in Kontakt zu treten. Freier und offener stehen wir zu uns und können somit auch unserem Gegenüber freier und offener begegnen.

Theaterspielen kann uns die Tür zu unserem unerschöpflichen, gewaltigen inneren Reichtum öffnen. Alles an Erfahrungen, Gefühlen, Überzeugungen, Erlebnissen, das in uns schlummert, kann uns wieder offenbar werden. Anfangs kann die Angst davor, was nun zutrage tritt, ein Hindernis sein, eine Aufgabe, die es zu lösen gilt. Mit vielfältigen Anregungen laden wir Dich ein, dieses Hindernis mit Leichtigkeit zu überspringen. Spielend lernen, das innere Kind in uns wieder zum Spielen bringen.

Kursleitung:
Johannes Philipp, Mediator BM und Playback-Theaterspieler

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Streiten lernen: Die Kunst einer gewaltfreien Streitkultur

Konflikte sind alltäglich.
Die meisten Konflikte in unserem Alltag lösen wir, ohne weiter darüber nachzudenken. Wenn es schwierig wird, weichen wir aus oder sammeln unsere ganze Kraft – dann gibt es meist Gewinner und Verlierer. Die Frage nach der Schuld führt uns dabei meist in die Irre: Im ersten Augenblick ist es sehr entlastend, einen Schuldigen zu haben. Doch in der Regel ist damit der Streit nicht wirklich gelöst, sondern eskaliert immer weiter, weil keiner die Schuld haben will.

Konflikte sind Chancen.
Denn es geht auch anders: konstruktiv, gewaltfrei und bedürfnisorientiert. Das Seminar "Streiten lernen" ist eine Einladung, ein Impuls, sich dem Konflikt auf neue und andere Weise zu nähern. Grundlagen dafür sind Erkenntnisse der Mediationsarbeit, der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg und der psychologischen Friedensarbeit von Joanna Macy sowie Elemente des Improvisationstheaters.

Kursleitung:
Johannes Philipp, Mediator BM

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Fortbildung für MediatorInnen: Das innere Team in der Praxis

Reichtum und Not innerer Pluralität
Eine Weiterbildung für Mediatorinnen und Mediatoren


"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!"   Wer kennt sie nicht, diese Gefühle innerlicher Zerrissenheit und Unentschlossenheit. In der Mediation kann das zu einem Hindernis werden, das eine Lösung zwischen den Konfliktparteien verhindert.

Friedemann Schulz von Thun hat uns mit dem inneren Team eine Methode an die Hand gegeben, um solche inneren Konflikte zu klären und damit den Weg zu einer Lösung zwischen den Konfliktparteien zu ermöglichen. In der Mediation und auch im Coaching ist es ein hervorragendes Werkzeug, um das innere Durcheinander und die innere Zerrissenheit aufzuklären und einem inneren Frieden den Weg zu bereiten. In diesem Seminar lernen Sie die Arbeit mit dem inneren Team und ihre Umsetzung in die Praxis kennen. Mit Rollenspielen und Aufstellungen begeben wir uns gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise zu den Mitgliedern des inneren Teams: Wer sind die Hauptdarsteller, Stammspieler, Kellerkinder? Wer hat welches Anliegen? Und welche leisen Stimmen gibt es im Hintergrund? Wie wird eine innere Teamkonferenz gestaltet? Welche Aufgaben hat der Teamleiter und braucht es so jemanden?

Sie haben die Möglichkeit, die Wirksamkeit dieser Methode an eigenen Anliegen zu erkunden und Erfahrungen für die Umsetzung in Ihre Mediations-Praxis zu sammeln.

Kursleitung:
Johannes Philipp, Mediator BM

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Fortbildung für MediatorInnen: Traumasensible Mediation

Konflikte können alte traumatische Erinnerungen triggern und auch zu Re-Traumatisierungen bei einzelnen Konfliktparteien führen. Passiert das in der Mediation, gilt es, als Mediator*in diese Situation entsprechend zu erkennen, handlungsfähig zu bleiben und traumsensibel zu agieren. In diesem Modul vermittelt die Traumatherapeutin Tina Dietz ihr Wissen über den Umgang mit traumatisierten Menschen. So lernen Sie als Mediator*in, wie sie Menschen in Flashbacks oder dissoziativen Zuständen wieder ins Hier-und-Jetzt holen, stabilisieren und dabei begleiten, in ihre Handlungsfähigkeit zurückzukehren.

Kursleitung:
Tina Dietz, Traumatherapeutin

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